11.11.2011
Das Ende von Greenwashing

 
Das Thema Greenwashing ist wieder in die Schlagzeilen geraten. Wir finden das gut und haben in unserem heutigen Blogartikel die Theorie aufgestellt, dass Greenwashing bald verschwinden wird. Natürlich leisten wir auch unseren Beitrag dazu.

In den letzten Tagen und Wochen haben wir wieder an verschiedenen Stellen viel über das Thema Greenwashing gehört und gelesen. Das liegt daran, dass immer mehr Unternehmen einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen – was eine KPMG-Studie belegt. Es gefällt uns, dass das Thema auf der gesellschaftlichen Agenda wieder nach oben gerutscht ist, denn unser Portal REGENERATION DEUTSCHLAND haben wir unter anderem deswegen gegründet, um das Greenwashing zu bekämpfen.

Was ist Greenwashing?

Greenwashing ist eine Taktik aus dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit und PR. Mit Rhetorik und Manipulation wird dabei ein Unternehmen als fair, grün und sozialverantwortlich dargestellt, das diese Eigenschaften tatsächlich aber gar nicht verdient.

Greenwashing passiert zum Beispiel in den Nachhaltigkeitsberichten, die von vielen Unternehmen regelmäßig veröffentlicht werden, aber auch durch übertriebenes Engagement in einzelnen Sparten/Produktbereichen um von den eigentlichen Missständen abzulenken.

Warum wird es bald kein Greenwashing mehr geben?

Das „Internet zum Mitmachen“ hat uns viele Verbesserungen für Beruf und Alltag gebracht. Eine Sache, von der viele Menschen auf der ganzen Welt profitieren ist, dass man relativ unkompliziert über verschiedene Webseiten und Plattformen seine Meinung ausdrücken kann. Auf diesen Wegen gelangen immer mehr Informationen an die Öffentlichkeit, die vorher, wenn überhaupt, nur im Bekanntenkreis erzählt wurden.

Dazu gehören auch Informationen über Unternehmen und Organisationen, die der breiten Öffentlichkeit im Normalfall (also ohne den Austausch der Nutzer im Internet) verborgen geblieben wären. Das können Insiderinformationen von Mitarbeitern sein, Beobachtungen von Anwohnern oder Expertenmeinungen zu Geschäftspraktiken und ökologischen Zusammenhängen.

Skandale, die in den letzten Jahren durch die Netzgemeinschaft publik gemacht wurden:

  • Die Welt: Blick für das besondere – ein ausführlicher Artikel über die Berichterstattung zum Thema Umwelt in einer Ausgabe der Zeitung Die Welt, auf deren Titel für das Thema Umwelt geworben wurde, den wir als Beispiel dafür zeigen wollen, wie gründlich sich engagierte Fairbraucher mit diesen Themen beschäftigen

Mit jeder Falschmeldung, die ein Unternehmen verbreitet, erhöht es die Angriffsfläche für einen sog. Shitstorm, also die Empörung der Verbraucher, die lautstark in Netzwerken wie Twitter und Facebook aber auch auf Blogs und Nachrichtenportalen geäußert wird.

Je mehr engagierte, informierte und gut vernetzte Nutzer es in sozialen Netzwerken also gibt, desto gefährlicher wird es für Unternehmen, Falschmeldungen über Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung zu veröffentlichen.

Welchen Beitrag leistet REGENERATION DEUTSCHLAND?

Wir möchten mit unserer Plattform zeigen, wie nachhaltig ein Unternehmen wirklich ist. Dafür werden wir Stück für Stück echte und überprüfbare Nachhaltigkeitskriterien einführen, die jedes Unternehmen anerkennen muss. Auf verschiedenen Skalen wird dann festgelegt, welchen Status das Unternehmen bereits erreicht hat.

Für die Nutzer, die Fairbraucher, wird damit deutlich in welchen Bereichen sich ein Unternehmen engagiert, und welche Fortschritte es in der letzten Zeit gemacht hat. Es ist uns ein Anliegen zu zeigen, dass Unternehmen nicht von Beginn an 100% korrekt sein müssen – wir wollen den Fortschritt deutlich machen. Dazu gehört auch, dass die Unternehmen in unserem Branchenbuch angeben müssen, in welchen Bereichen sie sich zukünftig engagieren werden.

Die Fairbraucher werden werden in den Prozess mit eingebunden. Auf REGENERATION DEUTSCHLAND wird es zukünftig die Möglichkeit geben, die Angaben der Unternehmen zu kommentieren und zu bewerten. Informierte Fairbraucher bekommen dadurch bei uns eine Stimme!

Bis wir all diese Funktionen eingebaut haben, wird aber noch eine Zeit vergehen. Bis dahin freuen wir uns über Interessenten, die unseren Newsletter abonnieren. In wenigen Tagen können sich die ersten Unternehmen registrieren. Von da an wird das Portal ständig wachsen. In diesem Blog möchten wir immer wieder nach Eurer Meinung fragen und Euch über Entwicklungen unserer Gemeinschaft auf dem laufenden halten.