Wie die Clean Clothes Kampagne berichtet berichtet, lassen Modemarken wie H&M, Diesel, Levis, Zaraihre Jeans immer noch mit der gefährlichen Sandstrahltechnik produzieren. Und das trotz gegenteiliger Ankündigungen aus den letzten Jahren (siehe Utopia: H&M und Levi's: Keine Sandstrahl-Jeans mehr!) Die Sandstrahltechnik kann bei den ArbeiterInnen zur tödlichen Lungenkrankheit Silikose (Staublunge) führen. Außerdem leiden sie oft an chronischem Husten und Atemproblemen.

Schlechter Deal: Used Look gegen Krankheit

Die Misere an der ganzen Sache ist, dass die Designvorlagen der Auftraggeber meist nicht anders, als durch die Sandstrahltechnik zu erfüllen sind. Dabei geht es hauptsächlich um den Used-Look. Deshalb werden die Jeans meist nachts bearbeitet, so entgehen die Arbeiter den Kontrollen.

Auch das maschinelle Kabinensandstrahlen ist äußerst gefährlich, da die Räume oft nicht völlig abgeschlossen sind. Doch am schlimmsten ist wohl, dass medizinisches Personal nicht über die Zusammenhänge von Sandstrahlen und Silikose Bescheid wissen. Erkrankte Arbeiter werden daher oft gar nicht oder nur mangelhaft versorgt.

Die Clean Clothes Campaign CCC ist ein Netzwerk, in dem sich 20 Träger-organisationen zusammen gefunden haben. Sie sind in der Regel bundesweit arbeitende Organisationen, Vereine oder Verbände. Derzeit gibt es bei der Kampagne für Saubere Kleidung die folgenden sechs Arbeitsschwerpunkte: Eilaktionen, Discounter, CSR & staatliche Regulierung, Öffentliche Beschaffung, Outdoor und Sport.

Clean Clothes Kampagne deckt auf...

Mehrere Organisationen richten sich mit einem Appell an die Kleidungshersteller. Sie sollen sich von der Sandstrahltechnik distanzieren oder einfachere Designvorgaben machen, für die solche Vorgehen nicht nötig sind.

Bisher haben sich einige große Labels immer noch nicht dazu entschlossen, darunter auch die Luxusmarken Dolce&Gabbana und Roberto Cavalli. Sie weigern sich Informationen zu geben und setzen somit weiter wissentlich das Leben von Arbeitern in Bangladesch, Ägypten, China, Türkei oder Brasilien aufs Spiel. Allein in der Türkei sind, Schätzungen zu Folge mehr als 1.000 Arbeiter erkrankt.

Wer gewissenhaft Kleidung kaufen will, kann sich bei Fair Trade Deutschland oder bei der FAIR WEAR FOUNDATION informieren.

Used Look selbst gemacht!

Wer auf den Used Look seiner Jeans trotz allem nicht verzichten will: Einfach die Hose vor dem Waschen mit Schleifpapier aufrauen. Auf den bearbeiteten Flächen, wäscht sich die Farbe nämlich stark aus. Dann die Hose in der Badewanne eine halbe Stunde in kaltem Wasser mit Waschmittel einlegen. Schließlich nur noch bei 60° C mit einem Weißwaschmittel in die Maschine. Fertig! Der Used Look ist individuell, sieht klasse aus und hat niemenadem geschadet.

Dieser Artikel wurde verfasst von Elena Böck aus der Onlineredaktion von REGENERATION DEUTSCHLAND.

Verfasst am 09.05.2012 von Regeneration Deutschland

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